
Das Café Tomaselli, nach eigenen Angaben das älteste Kaffeehaus Österreichs, steht vor einem strukturierten Generationenwechsel. Betreiberin Elisabeth Aigner, Vertreterin der Eigentümerfamilie, zieht sich mit Mai 2026 aus dem operativen Geschäft zurück. Erstmals in der jahrhundertelangen Geschichte des Hauses wird der laufende Betrieb damit an einen externen Partner übergeben – die Eigentumsverhältnisse und die Rolle des Cafés als Salzburger Institution sollen jedoch unverändert bleiben.
Den Zuschlag erhielt nach einem Auswahlverfahren die GMS GOURMET GmbH. Das Unternehmen zählt zu den größten Gastronomiebetreibern des Landes und verantwortet bereits Betriebe wie das Wiener Café Schwarzenberg, den Wiener Rathauskeller, das Café-Restaurant im Kunsthistorischen Museum sowie die Traditionsmarke Gerstner. Mit dem Einstieg in Salzburg sichert sich GMS Gourmet einen prestigeträchtigen Standort am Alten Markt und erweitert sein Portfolio um ein Haus mit mehr als 300-jähriger Kaffeehausgeschichte.
Für die Eigentümerfamilie war die Auswahl eines Partners mit Erfahrung im Umgang mit historischen Betrieben zentral. Vertreter der Familie verweisen auf die besondere Bedeutung des Tomaselli für die Salzburger Bevölkerung und betonen, man habe einen verlässlichen Betreiber gesucht, der das Haus „mit Respekt vor seiner Geschichte“ weiterführt. Vereinbart ist, dass Name und Charakter des Cafés erhalten bleiben. Das bestehende Angebot – von klassischen Mehlspeisen bis zu Kaffeespezialitäten – soll ebenso fortgeführt werden wie das eingespielte Team in Küche und Backstube.
GMS-Gourmet-Geschäftsführer Herbert Fuchs kündigt an, die Identität und Tradition des Cafés zu bewahren und zugleich Erfahrung aus vergleichbaren Häusern einzubringen. Das Tomaselli soll auch künftig ein zentraler Treffpunkt für Einheimische und Besucherinnen und Besucher der Stadt bleiben. Zugleich ist eine „zukunftsorientierte Weiterentwicklung in kleinen Schritten“ vorgesehen, um das historische Kaffeehaus behutsam an veränderte Gästebedürfnisse und Marktbedingungen anzupassen – ohne den Charakter des Salzburger Wahrzeichens grundsätzlich zu verändern.

Für die meisten Menschen in Österreich ist das Smartphone zum allgegenwärtigen Begleiter geworden – und zunehmend zur Frustquelle. Einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Anbieters für digitale Barrierefreiheit Accessiway zufolge berichten 80 Prozent der Befragten von digitalen Hürden bei der Nutzung von Websites und Apps am Handy. Damit klagt eine klare Mehrheit über Probleme im mobilen Alltag, obwohl der Markt weitgehend durchdrungen ist: 89 Prozent der über 15-Jährigen besitzen bereits ein Smartphone.
Besonders häufig genannt werden störende Design- und Bedienfehler: Zu viele und schwer schließbare Pop-up-Fenster, umständliche Eingabeprozesse, unübersichtliche Menüführungen, zu kleine Bedienflächen sowie Inhalte, die sich nicht sauber an die Displaygröße des Smartphones anpassen. Rund 28,4 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer stoßen auf eine verwirrende Navigation, 19,2 Prozent auf zu kleine Schaltflächen, 17,3 Prozent auf mangelnde Optimierung für den Smartphone-Bildschirm. All das erschwert aus Sicht der Befragten den Zugang zu digitalen Angeboten und macht Routineaufgaben mühsam.
Die Analyse, durchgeführt von Marketagent unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern, zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen. Menschen mit Matura scheitern demnach häufiger an digitalen Hürden als jene ohne höheren Schulabschluss. Überdurchschnittlich betroffen sind laut der Auswertung auch Männer sowie Nutzerinnen und Nutzer in Wien. Die sogenannten Babyboomer, geboren zwischen Mitte der 1950er- und Ende der 1960er-Jahre, bringen zwar vergleichsweise viel Geduld für lange Ladezeiten mit, ärgern sich aber besonders über zu kleine Schriftgrößen.
Aus Sicht von Accessiway sind die Ergebnisse ein Signal an Unternehmen und Betreiber digitaler Angebote. „Die Zukunft des Internets ist mobil“, sagte Paul Anton Mayer. Dass Websites und Apps in Österreich dennoch in ihren Mobilversionen „voller digitaler Barrieren“ seien, führe dazu, dass Menschen von digitaler Teilhabe ausgeschlossen würden und Firmen auf potenzielle Kundschaft verzichteten. Die Umfrage legt nahe, dass nicht fehlende Geräte, sondern mangelhafte mobile Nutzbarkeit zu einem zentralen Risiko für Reichweite und Umsatz im heimischen Digitalgeschäft geworden ist.