
Steyr Motors AG hat auf ihrer ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2025 die Weichen für die weitere Unternehmensentwicklung gestellt und zugleich ihre Aktionäre am Gewinn beteiligt. Das auf maßgeschneiderte Motoren für einsatzkritische militärische und zivile Anwendungen spezialisierte Unternehmen zahlt eine Dividende von 0,25 Euro je Aktie. Insgesamt werden damit 1,3 Millionen Euro aus dem zum 31. Dezember 2025 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 8,12 Millionen Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet, der Rest wird auf neue Rechnung vorgetragen. Sämtliche zur Abstimmung stehenden Tagesordnungspunkte wurden laut Unternehmen mit großer Mehrheit angenommen.
Parallel dazu wurde der Aufsichtsrat "planmäßig neu aufgestellt". Mit Rolf Wirtz, ehemaliger CEO von thyssenkrupp Marine Systems, und Gerhard Schwartz, zuletzt Managing Partner bei EY, ziehen zwei ausgewiesene Industrie- und Kapitalmarktexperten in das Kontrollgremium ein. Wirtz wurde in der konstituierenden Sitzung des Gremiums zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Schwartz soll als designierter Vorsitzender des Prüfungsausschusses insbesondere die Weiterentwicklung der Finanz- und Kontrollstrukturen des börsennotierten Unternehmens begleiten.
Die Neubesetzung folgt auf den Ausstieg der deutschen Beteiligungsgesellschaft Mutares, nach dem Christian Klingler und Fabian Schlegel nicht mehr zur Wiederwahl antraten. Für Kontinuität im Gremium sorgt Alexander Fitzka, Investment Manager der B-&-C-Gruppe: Er gehört dem Aufsichtsrat bereits seit August 2025 an und wurde von der Hauptversammlung erneut bestätigt. Damit kombiniert das neue Kontrollgremium Industrie-Know-how aus dem maritimen Bereich, Erfahrung im Kapitalmarkt- und Prüfungsumfeld sowie die Perspektive eines langfristig orientierten Kernaktionärs.
Operativ sieht sich Steyr Motors für zusätzliches Wachstum gerüstet. Das Management verweist insbesondere auf die M12 Power Unit als neue Produktkategorie, die zusammen mit Anwendungen in unbemannten maritimen Systemen (USV) weiteres Potenzial über das bisherige Budget hinaus eröffnen soll. Als einer der weltweit führenden Anbieter von Spezialmotoren im Defense- und Zivilbereich zielt das Unternehmen damit auf einen Ausbau seines Technologie- und Marktprofils, während es mit der beschlossenen Gewinnausschüttung zugleich ein Signal der Verlässlichkeit an die Kapitalmärkte sendet.

Die Porsche Holding Salzburg hat 2025 das beste Geschäftsjahr ihrer Firmengeschichte erzielt und ist nach 2020 erneut zum umsatzstärksten Unternehmen Österreichs aufgestiegen. Der Umsatz kletterte von 28,7 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 40,7 Milliarden Euro, ein Plus von gut 42 Prozent. Das Automobilhandelsunternehmen ist von Salzburg aus in 29 Ländern auf drei Kontinenten aktiv und profitiert zunehmend von seiner breiten internationalen Aufstellung.
Haupttreiber des Sprungs war die Übernahme der Großhandelsverantwortung für die Volkswagen-Konzernmarken in Italien und Schweden. Beide neuen Märkte steuerten 2025 zusammen mehr als ein Viertel zum Gesamtumsatz bei und ließen die Holding bei Stückzahlen und Erlösen in neue Dimensionen wachsen. Im Großhandel verdoppelte sich der Umsatz dank der zusätzlichen Absatzmärkte von 11,3 Milliarden Euro auf 24,6 Milliarden Euro. Der Neuwagenabsatz im Groß- und Einzelhandel legte um 65,6 Prozent auf 912.034 Fahrzeuge zu.
Auch ohne Italien und Schweden fällt die Bilanz der vergangenen Jahre deutlich positiv aus. Seit Beginn der Pandemie 2020 erhöhte die Porsche Holding ihren Umsatz in den bestehenden Märkten von 21,5 Milliarden Euro auf 30,8 Milliarden Euro. Im Einzelhandel gelang es, das Ergebnis 2025 trotz volatiler Rahmenbedingungen, schärferem Wettbewerb und spürbaren Rückgängen in China leicht zu übertreffen; der Umsatz stieg hier minimal auf 20 Milliarden Euro. Im traditionell starken Markt China verzeichnete die Holding dagegen bereits das dritte Jahr in Folge deutliche Umsatzrückgänge, was ein noch besseres Einzelhandelsresultat verhinderte.
Die Zahl der Mitarbeiter blieb trotz des massiven Umsatzanstiegs weitgehend stabil. Weltweit beschäftigte die Porsche Holding 2025 rund 36.917 Menschen, ein Rückgang von lediglich 0,3 Prozent. Die Zahl der Händlerstandorte verringerte sich um elf auf 487. Vorstandssprecher Hans Peter Schützinger betonte, dass für das Unternehmen nicht die reine Umsatzgröße im Vordergrund stehe, sondern Kundenzufriedenheit, Profitabilität, Effizienz und Resilienz. Das Geschäftsmodell habe sich 2025 angesichts angespannter wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen als widerstandsfähig erwiesen; die vollständige Abdeckung der automobilen Wertschöpfungskette ermögliche es, regionale Marktschwankungen innerhalb der Unternehmensgruppe auszugleichen.