Überkapazität an Bord: Swiss will mit Geldanreizen Crewbestand senken

17.03.2026


Swiss versucht, einen Personalüberhang beim Kabinenpersonal mit freiwilligen Maßnahmen zu reduzieren und bietet Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern dafür finanzielle Anreize. Mitarbeitende, die ihr Arbeitsverhältnis bis zum 30. April freiwillig beenden, erhalten eine pensumsbereinigte Pauschale von 15'000 Franken. Voraussetzung ist, dass sie das Unternehmen spätestens bis Ende August 2026 verlassen. Das Angebot gilt nach Angaben der Gesellschaft seit vergangenem Freitag und richtet sich an rund 4.000 Kabinenmitarbeitende an der Basis in Zürich.

Hintergrund des Programms ist ein deutlicher Überbestand in der Kabine: In manchen Monaten beschäftigt Swiss nach Unternehmensangaben bis zu 300 Flugbegleitende mehr, als im laufenden Betrieb eingesetzt werden können. Als Gründe nennt die Airline anhaltende Triebwerksprobleme sowie einen Mangel an Cockpitpersonal. In der Folge fliegt Swiss derzeit weniger als ursprünglich geplant, was den Bedarf an Kabinencrews verringert.

Neben der Option auf eine endgültige Trennung vom Unternehmen umfasst das Paket auch Modelle für temporäre Auszeiten. Wechseln Beschäftigte in ein sogenanntes „ruhendes Arbeitsverhältnis“ von mindestens einem Jahr, wird ebenfalls eine Auszahlung geleistet. Dieses Modell ist ab dem sechsten Dienstjahr möglich und sichert den Mitarbeitenden eine garantierte Rückkehr nach Ablauf der Auszeit. Auch beim „Study & Fly“-Modell, das sich an Mitarbeitende richtet, die ein Studium beginnen und parallel in reduziertem Umfang weiter fliegen wollen, wird die Pauschale anteilig ausbezahlt.

Swiss verweist darauf, bereits in den vergangenen Monaten freiwillige Instrumente wie unbezahlte Ferien oder individuelle Auszeiten angeboten zu haben, die von vielen Mitarbeitenden genutzt würden. Die Airline zeigt sich zuversichtlich, den Personalüberhang mit den nun erweiterten freiwilligen Maßnahmen abzubauen. Kündigungen seien derzeit nicht vorgesehen und würden nur als letztes Mittel in Betracht gezogen, falls die Freiwilligenprogramme nicht ausreichen sollten.

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EPH Group AG setzt auf Kontinuität und neue Expertise im Vorstand

17.03.2026


Die EPH Group AG ordnet ihr Top-Management neu und setzt gleichzeitig auf Kontinuität an der Konzernspitze. Der Aufsichtsrat des auf Hotel- und Resort-Projekte spezialisierten Unternehmens hat in seiner Sitzung vom 16. März 2026 beschlossen, das Vorstandsmandat von CEO Alexander Lühr bis zum 1. April 2027 zu verlängern. Lühr bleibt damit mindestens ein weiteres Jahr für die strategische Ausrichtung und das operative Wachstum des auf Premium- und Luxusimmobilien fokussierten Unternehmens verantwortlich.

Parallel dazu wird der Vorstand um ein weiteres Mitglied erweitert. Ab dem 1. Mai 2026 rückt Mag. Yasmin Wilfling, LL.M., für zunächst zwei Jahre in das Gremium auf. Die 37-Jährige ist gelernte Hotelfachfrau und verfügt über zwei juristische Abschlüsse – einen Magistra-iuris-Titel der Universität Salzburg sowie einen Master of Laws der Universität Wien. Sie kommt von einem auf Parkraum spezialisierten Immobilienunternehmen und bringt damit Erfahrung aus einem angrenzenden Segment der Immobilienwirtschaft in die EPH Group ein.

Mit dem Vorstandseintritt von Wilfling werden die Ressorts innerhalb der Führungsspitze neu zugeschnitten. Sie übernimmt die Verantwortung für Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Banken und Versicherungen, Recht und Compliance, Human Resources sowie Public Relations einschließlich Pressearbeit. CEO Lühr konzentriert sich ab dem 1. Mai 2026 auf Business Development, Projektentwicklung, Marketing und Sales, Investor Relations sowie IT. Die klare Trennung von Finanz- und Wachstumsressorts zielt erkennbar auf eine Professionalisierung der Strukturen und eine stärkere Fokussierung der Vorstandsarbeit.

Die EPH Group AG versteht sich als Zusammenschluss von Investoren, Projektentwicklern sowie Experten für Hotelimmobilien, Finanzierung und Kapitalmarkt. Das Unternehmen baut derzeit ein diversifiziertes Portfolio renditestarker Hotel- und Resort-Projekte im Premium- und Luxussegment in Österreich, Deutschland und weiteren europäischen Top-Destinationen auf. Dank der langjährigen Erfahrung des Teams berichtet EPH von sehr gutem Marktzugang und einer vollen Akquisitionspipeline. In Bereichen wie Feasibility Studies, Due Diligence, Bewertung, Contract Management, M&A, Portfolio-Strategie, Development und Construction arbeitet die Gesellschaft mit führenden Hotel- und Tourismus-Consulting-Unternehmen in Österreich und Deutschland zusammen, um ihre Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu begleiten.